Shida Bazyar konnte mit dem Etikett »Migrationsliteratur« nie etwas anfangen – in ihrem neuen Roman zeigt sie, dass die Frage, wo man herkommt, eigentlich für alle Menschen gilt. Sie hat damit gute Chancen auf den Deutschen Buchpreis.
Der Deutsche Buchpreis hat seine sechs Kandidaten für die Auszeichnung 2026 bekannt gegeben. Darunter sind eine große Liebesgeschichte von Dana Vowinckel und ein Erzählexperiment von Elias Hirschl.
Egal, ob Klinik oder Kanzler: Die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bewegt. Und was hat Trump mit Entenhausen zu schaffen? Sehen Sie hier gesammelt die Cartoons der Woche.
Verleger Gerhard Steidl gilt als detailverliebter Hohepriester des Buchdrucks. Doch mit Lagerfeld und Grass starben auch wichtige Aufträge. Und die Verlagsmitarbeiter erheben ernste Vorwürfe.
Die Aufklärung glich einer Spurensuche: Bei einer Buchspende in Hessen ist ein lange verlorenes Exemplar identifiziert worden. Die Rückkehr in die Staatsbibliothek Berlin sei von »unschätzbarem Wert«.
Maxim Biller wollte keine Romane mehr schreiben. »Schwarze Samstage« ist auch keiner. Sondern eine überraschend ehrliche Bestandsaufnahme angesichts der Folgen des Terrorüberfalls des 7. Oktober.
Die schönste Liebesgeschichte des Jahres ist gleichzeitig ein Buch über die Folgen des 7. Oktober: »Anton und Alma« von Dana Vowinckel ist ein bemerkenswerter Roman. Und sie eine Autorin, die das Schwere leicht macht.
In Rachel Cusks neuem Roman »Das Leben der M« erkennen viele ein unvorteilhaftes Porträt von Hollywoodstar Natalie Portman. Es ist zum Glück viel komplizierter.
Die Klimakatastrophe hat auch Vorteile, und VW-Manager kennen den wahren Grund der Krise: So sehen die Zeichner Thomas Plaßmann, Klaus Stuttmann und Leonard Riegel das aktuelle Geschehen.
»Das Wasser im August« ist ein so cleverer Roman über die DDR und das Erzählen von ihr, wie man ihn vom Akademiepräsidenten erwarten kann. Auch eine Feuilletondebatte, die Ingo Schulze ausgelöst hatte, hallt darin wider.
Der Holocaustüberlebende war Meister der Monumentalromane: Sein »Buch der Erinnerung« und die »Parallelgeschichten« umfassten über 1000 Seiten. Nun ist der ungarische Autor Péter Nádas gestorben, er wurde 83 Jahre alt.
Er zeichnete Kanzler Kohl als Birne und schuf den Komikern der Neuen Frankfurter Schule ein Elch-Denkmal: Hans Traxler prägte die Satirehefte »Pardon« und »Titanic«. Nun ist der Karikaturist im Alter von 97 Jahren gestorben.
In seinem neuen Roman erzählt Ingo Schulze von den Sommerferien eines 16-Jährigen in der DDR. Dass sich heute jemand wünschen könnte, im Jahr 1988 zu leben, kann er sich nicht vorstellen. Mit der AfD verbindet er »Unheil«.
Hat der Kanzler im Urlaub geweint? Wie eng wird’s für Demokraten? Und warum trifft Trump einen kleinen Ball nicht? Die Cartoons der Woche.
Proaktive Drohnenabwehr, der langsam versickernde Rhein und die schnell versickernde SPD: So sehen die Cartoonisten Thomas Plaßmann, Klaus Stuttmann und Julian Fiebach die Welt.
Vor mehr als 40 Jahren klopfte die Stasi an die Tür einer Schriftstellerin. Ihr Buch erschien nie. Sie hörte auf zu schreiben. Jetzt kann man den Roman endlich lesen. Ein Gespräch mit Gerti Tetzner übers Aufhören, Anfangen und über das, was dazwischen passiert.
Mit seiner Epochenstudie »Verhaltenslehren der Kälte« wurde er in den Neunzigerjahren zum Kultautor. Jetzt ist Helmut Lethen im Alter von 87 Jahren gestorben.
Sebastian Fitzek hat für das Abhängigkeitspotenzial von Handys einen drastischen Vergleich gewählt. Der Bestsellerautor gestand dabei auch, dass er selbst schon mit einem Therapeuten über seine Handysucht gesprochen habe.
Jojo und Yara waren zwei gegen die Welt. Und heute? Im Roman »Kaskaden« geht es um Freundschaft, Liebe und Kapitalismus. Ein starkes Debüt.